Nach einigen Monaten wird es endlich Zeit, mein HowTo-Video zum 1Home Server auch im Hausbautagebuch ausführlich zu begleiten. In meinem Smart-Home-Projekt spielt KNX von Anfang an eine zentrale Rolle, doch lange Zeit war die Integration in Apple Home nur über Umwege wie Home Assistant oder Homebridge möglich. Mit dem 1Home Server hat sich das grundlegend geändert. Er ermöglicht es, ein bestehendes KNX-System direkt über Matter und HomeKit in Apple Home einzubinden, ohne Programmierung, ohne zusätzliche Server und ohne komplizierte Logiken.
Der 1Home Server ist eine leistungsfähige Smart-Home-Zentrale speziell für KNX. Er richtet sich nicht nur an Systemintegratoren, sondern auch an Bauherren und Smart-Home-Enthusiasten, die ihr KNX-Haus modern, stabil und zukunftssicher betreiben möchten. Technisch kann der Server deutlich mehr, als ich im Video zeige: komplexe Automationen, Visualisierungen, Logiken und Benutzerverwaltung sind nur ein Teil der Möglichkeiten. Im Fokus dieses Beitrags steht jedoch ganz bewusst die KNX-zu-Matter-Bridge, denn genau hier liegt für viele Apple-Nutzer der größte Mehrwert.
Der Einbau des 1Home Servers ist schnell erklärt. Er wird in der Unterverteilung auf der Hutschiene montiert, direkt neben den vorhandenen KNX-Aktoren. Angeschlossen wird er klassisch an den KNX-Bus, an die Spannungsversorgung und per LAN an das Heimnetzwerk. Mehr Hardware ist nicht erforderlich. Es gibt keinen zusätzlichen Mini-PC, keinen Raspberry Pi und keine Bastellösung. Genau das macht den Ansatz so sauber und zuverlässig.
Nach der Inbetriebnahme erfolgt die Anmeldung über die Weboberfläche des 1Home Servers. Die Zugangsdaten liegen der Anleitung bei. Für die Integration in Apple Home wird der Server als Matter-Bridge konfiguriert. Das ist nur ein kleiner Teil seines Funktionsumfangs, aber für viele Anwender der entscheidende. Anschließend wird das bestehende KNX-Projekt importiert. Dafür exportiert man aus der ETS die aktuelle Projektdatei im Format .knxproj und importiert sie in den 1Home Server. Nach Eingabe des ETS-Passworts liest der Server das komplette KNX-Projekt ein, erkennt Geräte, Funktionen und Räume automatisch und bereitet alles übersichtlich auf.
Besonders positiv fällt dabei auf, wie sauber der 1Home Server typische KNX-Themen behandelt. Zu lange Namen, doppelte Geräte oder falsch gesetzte Kommunikationsflags werden direkt angezeigt. Alles lässt sich einfach anpassen, umbenennen oder neu zuordnen. Diese Vorarbeit zahlt sich später aus, denn je strukturierter das KNX-Projekt hier ist, desto reibungsloser läuft die Einrichtung in Apple Home.
Ein großer Pluspunkt ist die sehr gute Dokumentation von 1Home. Die Oberfläche ist logisch aufgebaut, viele Funktionen werden direkt erklärt und auch komplexere Zusammenhänge sind gut verständlich dargestellt. Das macht den Einstieg in Themen wie KNX, Matter und HomeKit deutlich einfacher, selbst wenn man kein Profi-Integrator ist.
Nach der Vorbereitung im 1Home Server folgt die Kopplung mit Apple Home. Dazu wird die Matter-Bridge gestartet und der Matter-Code in der Apple-Home-App gescannt. Die Bridge wird erkannt, einem Standort zugewiesen und korrekt benannt. Anschließend führt Apple Home Schritt für Schritt durch die Gerätezuordnung. Jedes KNX-Gerät wird identifiziert, benannt und einem Raum zugeordnet. Das ist zwar etwas Fleißarbeit, sorgt aber dafür, dass Licht, Steckdosen, Sensoren und Szenen später exakt dort erscheinen, wo man sie erwartet.
Ist dieser Schritt abgeschlossen, steht das komplette KNX-Smart-Home in Apple Home zur Verfügung. Licht, Steckdosen, Präsenzmelder, Szenen und Automationen lassen sich direkt über die Apple-Home-App steuern. Für mich ist das aktuell die eleganteste Lösung, um KNX in ein Apple-Ökosystem zu integrieren. Keine Programmierung, kein Coding, keine zusätzlichen Server – einfach eine saubere, stabile und zukunftssichere Verbindung über Matter und HomeKit.
Wichtig ist mir zum Schluss noch einmal zu betonen, dass das Gezeigte nur einen sehr kleinen Teil dessen darstellt, was der 1Home Server leisten kann. Es sind vielleicht zwei Prozent des gesamten Funktionsumfangs. Aber genau diese zwei Prozent machen ihn für viele Bauherren und Smart-Home-Nutzer so spannend, weil sie den Alltag deutlich vereinfachen und KNX endlich dort nutzbar machen, wo viele es haben wollen: direkt in Apple Home.
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